Zu Besuch im Land der Tausend Farben


Thailand I – Drei Gedanken zum Länderwechsel
17. April 2013, 11:05
Filed under: Babys erste Schritte, Home Sweet Home, Indien-Impressionen

1.) Optimierungsbedürftiges Timing

Zeigt sich bei mir langsam eine Tendenz, immer zu den ungünstigsten Zeitpunkten umzuziehen?

  • 2010 lege ich mir aus Visumspanik das Ei selbst ins Nest, ausgerechnet zum Frühlingsfest umzuziehen. (13 Stunden im Zug und fast erfroren im vollkommen menschenleeren Hostel.)

  • November 2012 ziehe ich innerhalb der einzigen Monsunwoche nach Auroville, in der eine Zyklonwarnung ausgerufen wird. (Strom, Internet, Trockenheit und Wärme als entfernte Träume.)

  • Und in Thailand arbeitet außer im Supermarkt keiner, weil Neujahr gefeiert wird. Klar, 16. April, das springt einem ja förmlich ins Auge… *

2.) Startschuss zum Thailand-Minikapitel

Nach einer Landung um 3 Uhr morgens Ortszeit ist mir diese Pause einerseits ganz recht. Andererseits versuche ich, mich mit Tütencappuccino und dem Tippen dieser Zeilen tagsüber wach zu halten, um nicht die erste Schwachmatin zu sein, die von 1,5 Stunden Zeitverschiebung Jetlag davonträgt.

Mein Appartment in Firmennähe im nördlichen (d.h. nicht-touristischen) Bangkok hat zwar noch kein Internet (Oh weh… Man stelle sich eine wimmernde Jungfer vor, die sich den Arm an die Stirn wirft und melodramatisch in Ohnmacht fällt…), wird aber für die kommenden zwei Wochen mein Basislager sein. Von dort aus werde ich hoffentlich nicht nur ins Büro laufen, sondern hoffentlich auch die Landeshauptstadt erkunden können.

3.) Sonstige Ersteindrücke

Erst jetzt fällt mir auf, dass ich das erste Mal in einem Land bin, auf dessen Landschaft und Kultur ich nicht mindestens ein Jahr lang studienbedingt vorbereitet wurde. Schockschwerenot, da werde ich mich doch tatsächlich mal auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen müssen.

  • Erste Gemeinsamkeit mit Indien: Ich kann kein Wort lesen und keiner spricht Englisch.

  • Erster Unterschied zu Indien (und China): Ich stehe am Immigrations-Schalter am Flughafen, habe kein Visum im Pass und werde trotzdem sofort ins Land gelassen. Es ist geisteskrank und unnatürlich, wie unvorstellbar glücklich ich in diesen zwei Minuten war…

In den nächsten Wochen werden wohl noch ein paar Blogeinträge folgen, aber im Großen und Ganzen heißt es: Indien 2012/13 gehört meiner persönlichen Vergangenheit an!

* Um nicht ganz inkompetent zu wirken: Ich wusste, dass in dieser Woche Neujahr gefeiert wird. Aber die Mitarbeiterin, die mich vom Flughafen abgeholt hat (3 Uhr nachts… die Arme.) konnte mir mangels Englischkenntnissen nicht wirklich kommunizieren, wann nun genau gearbeitet wird und wann nicht.
Und wenn mir dank nationalem Feiertag auch noch die Interneteinrichtung vorenthalten wird, werde ich bissig.

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