Zu Besuch im Land der Tausend Farben


Thailand IV – Singapur (Moment, irgendwas stimmt mit dem Titel nicht…)
3. Mai 2013, 13:30
Filed under: Sightseeing und Reisen

Heute geht der Blogeintrag eher in Richtung „Fotostrecke“ und weniger gen „Kulturstudie“. Wie zu erwarten war, wenn man eben doch mal ausnahmsweise einfach Urlaub an einem Ort macht, anstatt monatelang an ihm zu leben. Neu für mich, aber ich komm schon klar. ^^

Was fällt als erstes auf? Es wird Chinesisch gesprochen! Nicht dass ich viele Konversationen wildfremder Menschen verstanden hätte. Aber allein die Melodie der Sprache und die Schriftzeichen auf allen Schildern machen mich ein klein wenig glücklicher als vor meiner Landung an der Spitze der Halbinsel.

Das trifft übrigens auf ganz Singapur zu, nicht nur auf Chinatown – den Ort, an den es mich trotz gießkannengleichem Regen am ersten Tag verschlagen hat.

Verfolgt mich Indien? Beinah das erste namhafte Gebäude, dem ich in Chinatown über den Weg laufe, ist ein hinduistischer Tempel. -.-

Der Sri-Mariammam-Tempel.
Keine Detailbilder hier. Er ist sehr bunt. Punkt.
Und sonst… eben ein Tempel. Ich bin übersättigt.

An Tag 2/3 ist das Wetter gnädiger – passend, wenn man Fotos der Singapurer Skyline schießen möchte. Und das nicht vom Erdboden aus, sondern aus dem Singapore Flyer: Mit 165 Metern das größte Aussichtsriesenrad der Welt.

Überraschenderweise bin ich in Singapur sehr vielen Australiern begegnet. Wie sich herausstellte, waren fast alle davon in Europa unterwegs und nutzen Singapur als Zwischenstopp auf halber Strecke. Gut zu wissen, wenn ich selbst mal die Südhalbkugel der Erde besuche.

Trotz drückender Hitze kann ich mich zu einem Hafenspaziergang durchringen.

Wenigstens, um ein Foto des Merlion zu schießen. Dieses Halb-Fisch-halb-Löwe-Fabelwesen wird in Reiseführern als „Wahrzeichen Singapurs“ angepriesen…

… Noch nie von dem Ding gehört. Sagt das jetzt mehr über meine oder über Singapurs Ignoranz aus?

Und weil meine China-Sehnsucht geweckt wurde, kann es ja nicht schaden, durch den chinesischen Garten zu schlendern…

Vor allem praktisch, da er auf halber Strecke zum Singapurer Zoo liegt. Dieser ist, laut allen verfügbaren Quellen, einer der besten Zoos der Welt. Ich persönlich habe dort nach Einbruch der Dunkelheit die sogenannte „Nachtsafari“ genossen, bei der nachtaktive Tiere dank Speziallicht bewundert werden dürfen.
Dank Blitzlichtverbot leider keine Fotos hier. Aber ich werde demnächst wohl keinem Nashorn, Tapir, Flusspferd oder gefühlten 50 Antilopenarten wieder so nahe kommen. Tolle Sache!

Oh, Thema Überregulierung. Am Flughafen wurde ich nicht überprüft, ob ich illegaler Weise Kaugummi ins Land geschmuggelt habe. (Hab ich nicht. Hab sie im Flugzeug gelassen.)
Allerdings möchte ich gern dieses Schild teilen, das in jeder Metrostation zu finden ist:

500 Singapur-Dollar sind etwa 300 Euro.

Das Stichwort „Überbevölkerung“ kommt noch in den Sinn. Da ich nie gezwungen war, mit dem Auto unterwegs zu sein, kann ich zum Straßenstau nicht viel sagen. Und Metrozüge aller zwei bis fünf Minuten fangen die Menschenmassen unterirdisch schon ganz gut ein.
„Voll“ ist es zur Rush Hour zwar schon, aber ich bin mit meinem 30-Kilo-Koffer trotzdem problemlos mit der Metro zum Flughafen gekommen. Ja, es ist eng, aber längst kein Qingdao-Bus-„wenn ich tief einatme, breche ich mir eine Rippe und meinen 10 Nebenmännern die Wirbelsäule“-eng. Und das ist für mich der Maßstab.

Zusammenfassung meiner erwähnenswerten Singapur-Eindrücke?
Himmel, würde ich gern in dieser Stadt leben! Sightseeing war schnell abzuhaken. Aber nachdem ich meine studienbedingt angeeigneten Vorurteile jetzt erster Hand abgleichen konnte, hab ich nichts am Stadtbild auszusetzen. Von so sauberen Straßen kann Shanghai träumen, und Berlin erblasst angesichts dieses Metronetzwerks, das mit nur vier Linien (und vielen vielen Bussen) alle wichtigen Punkte der Stadt abdeckt. Und im Gegensatz zu Bangkok läuft keine Frau wie eine Porzellanpuppe herum. Frauensorgen.

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